13. September 2013 17:39

Professor Cebulla referiert auf dem 3. Bad Tölzer Gesundheitskongress

Berlin, 12.09.2013 - In Person von Herrn Professor Cebulla beteiligt sich die H:G am Praxisforum des 3. Bad Tölzer Gesundheitskongresses. Dieser Kongress gibt Unternehmen und ihren Personalverantwortlichen neue anwendungsbezogene Impulse mit dem besonderen Fokus auf Prävention.

Prof. Cebulla stellt bei diesem überregionalen Kongress die psychologischen Maßnahmen der tertiären Prävention im Rahmen der Anschlussheilbehandlung und Rehabilitation von Patienten mit koronaren Herzerkrankungen (KHK) in einer Fachklinik in Prien a. Ch. dar. Dabei werden Ziele und Beispiele aus der Praxis bei der Durchführung der Maßnahmen im Vordergrund stehen.

Neben medizinischen sind ebenso psychosoziale Faktoren für die Entwicklung und den Verlauf einer KHK von Bedeutung und werden in der Literatur zum einen als Risikofaktoren für die Entwicklung einer KHK diskutiert, zum anderen als prognostische Variablen für den Verlauf einer KHK untersucht, so Prof. Cebulla. Hierbei sind sowohl psychologische Aspekte bei der Behandlung der KHK als auch komorbide psychische Störungen im Fokus der Forschung.

Der Beitrag zielt auf die Behandlung der psycho-sozialen Risikofaktoren im Rahmen der Prävention und Behandlung der psychischen Komorbidität als Begleitfolge einer KHK ab. Die aktuelle Evidenz spricht für eine prinzipielle Wirksamkeit psychologischer Interventionen zur Lebensstiländerung bei KHK. In Bezug auf psychologische Aspekte zur (begleitenden) Behandlung der KHK stehen insbesondere Interventionen zur Verhaltensänderung im Zentrum der Psychokardiologie. Veränderbare „Lifestyle“- Risikofaktoren wie z.B. Nikotinabhängigkeit und stressassoziiertes Verhalten sind bedeutsame Risikofaktoren für die Entwicklung und Progredienz einer KHK. Gleichzeitig bieten psychologische Interventionen zur Verhaltensänderung erfolgversprechende Ansätze, um dysfunktionale Risikoverhaltensweisen nachhaltig zu modifizieren.

Dr. Cebulla lehrt als Professor für Klinische Psychologie an der H:G Hochschule für Gesundheit & Sport, Technik & Kunst in Berlin, Campus Ismaning. Zu seinem Spezialgebiet gehören u.a. „Gesundheitspsychologie“ sowie „Gesundheitsförderung und Prävention“. Seit 2007 ist Prof. Cebulla in der tertiären Prävention und psychotherapeutischen Betreuung von onkologischen und kardiologischen Patienten in der Klinik St. Irmingard in Prien tätig und bildete sich in der Zeit zum Psychokardio-logen weiter.

Weitere Informationen unter: http://www.wirtschaftsforum-oberland.de/fileadmin/PDF/130920_Programm_Kongress_Chefsache_Gesundheit_2013_LNE.pdf